Antriebsset für Schiebetore bis 600 kg/6 m NICE ROBO600 (B)
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439,72 € inkl. MwSt.
| Gewicht |
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| 12 kg |
Produktbeschreibung Antriebsset für Schiebetore bis 600 kg/6 m NICE ROBO600 (B)
NICE ROBO600 ist ein elektromechanischer Antrieb für Schiebetore mit einem Motor 230 V AC, integrierter Steuerung und Funkempfänger. Dieses Set ist für ein Tor mit einem Gewicht von bis zu 600 kg und einer Durchfahrtsbreite von bis zu 6 m. Mechanische Endschalter bestimmen die Öffnungs- und Schließposition. Der Antrieb ist selbsthemmend; bei einem Stromausfall kann er mit einem Schlüssel entriegelt und das Tor von Hand bewegt werden.
Für welches Tor ist der ROBO600 geeignet?
Gewicht, Länge und Zyklenzahl müssen zusammen mit dem Bewegungswiderstand des Tors, Wind, Eis und dem Zustand der Führung berücksichtigt werden. Der Antrieb ersetzt nicht die Reparatur eines verzogenen oder schwergängigen Tors. Der Torflügel muss sich über den gesamten Laufweg gleichmäßig bewegen, in jeder beliebigen Position stehen bleiben und sowohl gegen Entgleisen gesichert sein als auch in beiden Richtungen über feste mechanische Anschläge verfügen.
| Auslegung dieses Sets | Bis 600 kg / 6 m Durchfahrtsbreite. |
|---|---|
| Grenzwert des Antriebs allein laut Anleitung | Bis 600 kg und einer Torflügellänge von bis zu 8 m. Lassen Sie bei Toren über 6 m die gesamte Anlage auf Eignung prüfen. |
| Widerstand bei manueller Bewegung | Höchstens 25 % der Spitzenkraft von 600 N, also 150 N über den gesamten Laufweg. Dies ist ein Auswahlkriterium und keine zulässige Aufprallkraft auf eine Person. |
| Zahnstange | Modul 4; Ritzel Z15. |
Grenzwerte für die Zyklenzahl
| Torflügellänge | Max. Zyklen/h | Max. aufeinanderfolgende Zyklen |
|---|---|---|
| Bis 4 m | 40 | 20 |
| Über 4 bis 6 m | 25 | 13 |
| Über 6 bis 8 m | 20 | 10 |
Ein Zyklus umfasst ein Öffnen und Schließen. Die maximale Dauerbetriebszeit des Motors beträgt 4 Minuten. Die genannten Grenzwerte heben die Anforderungen an den Bewegungswiderstand und die korrekte Einstellung der Betriebszeit nicht auf.
Die Wahl eines stärkeren Motors allein ersetzt weder die Sicherheitseinrichtungen noch die Kraftmessung am fertig montierten Tor.
Lieferumfang
Das Set NICE RO600-B umfasst einen Antrieb mit integrierter Steuerung und Empfänger sowie einen Handsender. Für die vollständige Montage benötigen Sie eine passende Zahnstange, eine Befestigung, Endanschläge und je nach Tor die erforderlichen Sicherheitseinrichtungen. Wählen Sie die genaue Ausstattung der erweiterten Anlage bei der Bestellung aus.
Was benötigen Sie noch für einen sicheren Betrieb?
| Was | Warum | Typ / Anschluss |
|---|---|---|
| Lichtschranken | Überwachung des Durchfahrtsbereichs; Anschluss hier. | NICE EPM mit potentialfreiem NC-Relaiskontakt; nicht BlueBUS EPMB. |
| Warnleuchte | Bewegungsanzeige; Ausgang 4–5 führt 230 V AC. | NICE ELAC. ELDC für Niederspannung ist hier nicht geeignet. |
| Handsender | Integrierter Empfänger, Speichern der Handsender. | O-CODE-Sender passend zum Empfänger; Auswahl im NICE-Handsender-Sortiment. |
| STOPP und Sicherheitskontaktleisten | Schutz der Gefahrenstellen gemäß Planung. | STOPP-Eingang 9–10: NO/NC oder Widerstandseinrichtung nach korrektem Anschluss und Einlernen. |
| Zahnstange und Anschläge | Kraftübertragung und mechanische Begrenzung des Laufwegs. | Zahnstange, Modul 4. Der Endschalter ersetzt keinen festen mechanischen Anschlag. |
| Serviceprogrammierung | Diagnose und Einstellung durch einen Techniker. | IBT4N und Oview über den Anschluss IBT4N. Die Schnittstelle wird im spannungsfreien Zustand angeschlossen. |
Montage des Antriebs und der Zahnstange
Die Montage und die Elektroarbeiten sind von einer qualifizierten Fachkraft auszuführen. Vor dem Öffnen des Antriebs die Stromversorgung trennen und gegen Wiedereinschalten sichern. Leerrohre und Kabeleinführungen so vorbereiten, dass kein Wasser in den Motor eindringen kann; das Fundament darf nicht überflutet werden. Zugang zur Abdeckung und zur Entriegelung freihalten.
- Fundament und Leerrohre gemäß Montagezeichnung vorbereiten. Die Fundamentplatte muss waagerecht, parallel zur Torbewegung und fest verankert sein. Die Position auch anhand der Befestigungsart der Zahnstange bestimmen.
- Den Antrieb erst nach dem Aushärten des Fundaments montieren. Die Höhe einstellen und den Antrieb befestigen; das Flügelgewicht darf nicht vom Antriebsritzel getragen werden.
- Das Getriebe entriegeln und die Zahnstange montieren, während der Torflügel von Hand bewegt wird. Die einzelnen Teile müssen in einer geraden Linie ohne Höhenversatz weitergeführt werden.
- Über den gesamten Laufweg einen Abstand von etwa 1–2 mm zwischen Zahnstange und Ritzel einhalten. Den gesamten Laufweg von Hand in beide Richtungen prüfen und die Befestigung festziehen.
Einstellung der Endschalter
- Das entriegelte Tor von Hand in Öffnungsrichtung bewegen und etwa 2–3 cm vor dem festen mechanischen Anschlag.
- Die entsprechende Endschalterhalterung entlang der Zahnstange verschieben, bis der Schalter auslöst. Anschließend in derselben Richtung noch mindestens 2 cm weiterschieben und befestigen.
- Den Schließpunkt auf die gleiche Weise einstellen. Die Halterung muss den Hebel zuverlässig betätigen, ohne gegen das Antriebsgehäuse zu stoßen.
- Das Getriebe verriegeln, beide Richtungen langsam testen und den Nachlauf sowie das Aufleuchten der richtigen LED FCA/FCC prüfen. Der Torflügel darf während des Betriebs nicht gegen die festen Anschläge stoßen.
Manuelle Entriegelung bei Stromausfall
Das Tor muss stillstehen. Stromversorgung trennen und den Torflügel gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern, insbesondere an einem Gefälle oder bei Wind. Nicht am bewegten Tor hantieren und nicht mit den Händen in die Verzahnung greifen.
- Schlossabdeckung öffnen und den mitgelieferten Schlüssel einstecken.
- Den Schlüssel entsprechend dem Pfeil in der Abbildung drehen und den Entriegelungshebel öffnen. Das Tor kann langsam von Hand bewegt werden.
- Zum Wiederherstellen des Antriebs den Hebel schließen, das Schloss verriegeln und den Schlüssel abziehen. Den Torflügel leicht bewegen, damit das Getriebe mechanisch einrastet. Erst danach die Stromversorgung wiederherstellen und den Lauf testen.
Verkabelung
| Anschluss | Kabel gemäß Anleitung | Max. Länge |
|---|---|---|
| Stromversorgung | 3 × 1,5 mm² | 30 m |
| Warnleuchte | 2 × 1,5 mm² | 10 m |
| Antenne | Koaxialkabel RG58 | 10 m, empfohlen weniger als 5 m |
| Lichtschranken TX / RX | 2 × 0,25 mm² / 4 × 0,25 mm² | 30 m / 30 m |
| Schlüsselschalter | 2 × 0,5 mm² je Kontakt; bei zwei Kontakten 4 × 0,5 mm² | 20 m |
Bei einem Stromversorgungskabel mit einer Länge von mehr als 30 m muss die Fachkraft einen größeren Querschnitt, beispielsweise 3 × 2,5 mm², sowie eine Schutzerdung am Antrieb vorsehen. Kabelquerschnitte und -typen müssen für den jeweiligen Leitungsweg, die Absicherung und die Umgebungsbedingungen geprüft werden; Strom- und Steuerleitungen getrennt verlegen.
Steuerung, Klemmen und Polarität
Der folgende Anschlussplan gilt für die ROBO600-Platine mit 10 DIP-Schaltern, den Trimmern TL/TP/F sowie den Tasten RADIO, PROGRAM und SbS. Die neuere Ausführung verfügt zusätzlich über die Standby-Funktion .
| Klemme / Anschluss | Funktion und Anschluss |
|---|---|
| Netz L / N / PE | 230 V AC, 50/60 Hz. L = Phase, N = Neutralleiter und PE = Schutzleiter; es handelt sich nicht um eine DC-Polarität. |
| 4–5 FLASH | Geschalteter 230-V-AC-Ausgang für eine netzbetriebene Warnleuchte; ohne +/−. |
| 8 (0 V) / 9 (+24 V) | Hilfsversorgung 8 = Minus (−), 9 = Plus (+), 24 V DC ±10 %, insgesamt max. 100 mA. |
| 9–10 STOP | Eingelernter Sicherheitseingang NO/NC oder Widerstandsgerät gemäß Schaltplan. Nach einer Änderung eine Neueinlesung. |
| 9–11 PHOTO | Potenzialfreier NC-Kontakt der Lichtschranken. Eine Unterbrechung während des Schließens bewirkt eine Richtungsumkehr. |
| 8–12 PHOTOTEST | Getestete Versorgung des Senders TX; 8 = 0 V (−), 12 = getestete +24 V, max. 100 mA. Keine Dauerstromversorgung für externe Steuergeräte. |
| 9–13 SbS | Potenzialfreier NO-Befehl „Schrittbetrieb“. Ein externes Relais schließt lediglich 9–13; es darf keine eigene Spannung einspeisen. |
| AERIAL 1–2 | 1 = Innenleiter des Koaxialkabels, 2 = Abschirmung; keine Stromversorgung für Zubehör. |
| LIMIT SWITCH / MOTOR | Anschlüsse der Endschalter und des Motors; die Ausrichtung nur spannungsfrei und gemäß Anleitung für die entgegengesetzte Richtung. |
Für den Hilfsausgang ist die Summe der Stromaufnahme aller angeschlossenen Geräte zu berücksichtigen. Ein EPM-Paar kann bis zu 55 mA aufnehmen; zwei Paare können den Grenzwert von 100 mA bereits überschreiten, bevor weiteres Zubehör angeschlossen wird. In diesem Fall ist eine separat ausgelegte Stromversorgung erforderlich. Potenzialfreie NO/NC-Kontakte haben keine eigene +/−-Polarität.
Sicherheitseingang STOP 9–10
Anschließbar sind ein potenzialfreier Schließerkontakt (NO), ein Öffnerkontakt (NC) oder eine Sicherheitskontaktleiste mit konstantem Widerstand von 8,2 kΩ. Der Eingangstyp wird beim Einlernen erkannt; eine Änderung des eingelernten Zustands stoppt die Bewegung und bewirkt eine kurze Umkehr.
Mehrere NO-Kontakte werden parallel, mehrere NC-Kontakte in Reihe geschaltet. Widerstandskontaktleisten können gemäß ihrer Anleitung mit einem einzigen Abschlusswiderstand von 8,2 kΩ in Kaskade geschaltet werden. Kombinierte Typen müssen gemäß Montageanleitung angeschlossen werden; bilden Sie keine beliebige Kombination aus Brücken. Der Widerstand von 8,2 kΩ ersetzt kein erforderliches Sicherheitselement. Wiederholen Sie nach jeder Änderung das Einlernen der Geräte und prüfen Sie deren Auslösung.
Anschluss der NICE EPM-Lichtschranken
| EPM | Ohne Fototest | Mit Fototest |
|---|---|---|
| TX-Klemme 1 (+) | 9 (+24 V DC) | 12 (getestete +24 V DC) |
| TX-Klemme 2 (−) | 8 (0 V) | 8 (0 V) |
| RX-Klemme 1 (+) / 2 (−) | 9 / 8 | 9 / 8 |
| RX-Klemme 4 COM / 5 NC | 9 / 11 | 9 / 11 |
Die Klemme 3 (NO) am RX wird für die Sicherheitsfunktion PHOTO nicht verwendet. Führen Sie nach Abschluss der Verdrahtung das Einlernen der Geräte und eine Prüfung durch Unterbrechen des Lichtstrahls durch. Bei DC-Versorgung der EPM darf die SYNC-Brücke für die Synchronisierung mit Wechselstromversorgung nicht durchtrennt werden. Beim Anschluss von zwei Paaren müssen auch Stromaufnahme und gegenseitige Störungen berücksichtigt werden.
TX und RX müssen genau einander gegenüberliegen. Bei einem Abstand von über 10 m wird gemäß der EPM-Anleitung die Brücke +10m am RX angepasst. Die übliche Reichweite der EPM beträgt 15 m; Nebel, Regen und Staub können sie verringern. Lichtschranken sichern die Durchfahrt, jedoch nicht alle Quetsch- und Scherstellen des Tors.
Erste Inbetriebnahme und Prüfung der Laufrichtung
Vor dem Anschließen der Stromversorgung müssen die mechanischen Anschläge, Endanschlaghalterungen, der Schutzleiteranschluss und die Verdrahtung der Sicherheitseingänge fertiggestellt sein. Befindet sich im Torflügel eine Schlupftür, muss deren Öffnung die automatische Bewegung blockieren.
- Entriegeln Sie den Antrieb, stellen Sie den Torflügel von Hand ungefähr auf die halbe Laufstrecke und verriegeln Sie das Getriebe wieder.
- Nach dem Einschalten muss die OK-LED etwa einmal pro Sekunde blinken. Bei freier Laufstrecke und außerhalb der Endlagen müssen PHOTO/FOTO, FCA und FCC leuchten; der NO-Befehlseingang leuchtet ohne Befehl nicht. Das Tor darf sich nicht selbstständig bewegen.
- Prüfen Sie mit dem Hebel des Endschalters, ob die richtige LED FCA oder FCC erlischt. Trennen Sie bei einem Fehler die Stromversorgung und überprüfen Sie die Steckverbinder, Sicherheitseinrichtungen und Sicherungen.
- Prüfen Sie nach Abschluss der Einstellungen und bei ROBO600 auch nach dem Einlernen der Sicherheitseinrichtungen mit einem kurzen SbS/P.P.-Befehl, ob die erste Bewegung nach dem Einschalten ein Öffnen ist. Stoppen Sie das Tor, wenn es sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Durch die falsche Laufrichtung kann sich auch die Wirkung der Sicherheitseinrichtungen umkehren.
Wenn die erste Bewegungsrichtung falsch ist
Trennen Sie das Gerät vom Netz und prüfen Sie, ob es spannungsfrei ist. Drehen Sie gemäß der Originalabbildung den Motorstecker und Endschalterstecker um 180°. Schalten Sie das Gerät ein und wiederholen Sie die Öffnungsprüfung aus der halben Laufstrecke. Ändern Sie die Laufrichtung nicht durch Vertauschen der Sicherheitseingänge oder Erhöhen der Kraft.
STOP und PHOTO einlernen
ROBO600 muss die angeschlossenen Sicherheitseinrichtungen einlernen. Wiederholen Sie den Vorgang nach einer Änderung dieser Einrichtungen sowie nach einer Änderung der Stellung von DIP 1 oder DIP 2.
- Drücken und halten Sie PROGRAM. Nach etwa 3 s beginnt das Einlernen und die OK-LED blinkt schneller; halten Sie die Taste weiterhin gedrückt.
- Warten Sie, bis das Einlernen abgeschlossen ist: Die STOP-LED leuchtet und die OK-LED bleibt grün.
- Lassen Sie die PROGRAM-Taste innerhalb von 10 s los. Drei grüne Blinksignale bestätigen den Erfolg; fünf rote signalisieren einen Fehler.
- Prüfen Sie die LEDs STOP und PHOTO sowie die Funktion beider Geräte. Beheben Sie bei einem Fehler die Ursache und wiederholen Sie das Einlernen.
Prüfungen am fertig montierten Tor
- Prüfen Sie das vollständige Öffnen und Schließen, das korrekte Stoppen vor den mechanischen Anschlägen und den gleichmäßigen Lauf.
- Prüfen Sie jede Sicherheitseinrichtung einzeln. Unterbrechen Sie den Lichtstrahl der Lichtschranke am TX, am RX und dazwischen; prüfen Sie, ob das Tor erwartungsgemäß stoppt oder reversiert.
- Der Techniker misst die Kräfte am fertig montierten Tor und stellt die niedrigste Kraft ein, die einen zuverlässigen Lauf gewährleistet. Lichtschranken und die Einstellung F ersetzen nicht die Bewertung aller Gefahrenstellen.
- Händigen Sie erst nach erfolgreich bestandenen Prüfungen die Anleitung und Schlüssel aus und weisen Sie in die manuelle Bedienung ein; übergeben Sie außerdem den Wartungsplan.
Einstellungen der DIP-Schalter und Trimmer
Einstellungen dürfen nur vom Techniker und bei stillstehendem Tor geändert werden. Trennen Sie vor Arbeiten an der Verdrahtung die Stromversorgung. Prüfen Sie nach einer Änderung des Betriebsmodus, der Zeit oder der Kraft erneut den vollständigen Öffnungs- und Schließvorgang sowie die Sicherheitseinrichtungen.
| DIP 1 | DIP 2 | Betriebsmodus |
|---|---|---|
| OFF | OFF | Totmannbetrieb – Bewegung nur, solange der Befehl gehalten wird. |
| ON | OFF | Halbautomatisch – vollständige Bewegung nach kurzem Befehl. |
| OFF | ON | Automatisch – nach dem Öffnen und einer Pause folgt das Schließen. |
| ON | ON | Automatisch + Immer schließen – nach Wiederkehr der Stromversorgung kann ein Schließen mit 5 s Vorwarnblinken folgen. |
| DIP | Funktion | Wirkung |
|---|---|---|
| 3 ON | Mehrfamilienhausmodus | Während des Öffnens wird ein weiterer Schritt-für-Schritt-Befehl ignoriert; beim Schließen bewirkt er eine Richtungsumkehr. Nicht im Totmannbetrieb. |
| 4 ON | Vorwarnblinken | 5 s vor der Bewegung; im Totmannbetrieb 2 s. |
| 5 ON | Schließen nach Auslösen der Lichtschranke | Automatikbetrieb: Nach Freigabe der Durchfahrt schließt das Tor nach 5 s. Halbautomatikbetrieb: Wird FOTO während des Schließens ausgelöst, wird nach der eingestellten Pause automatisch geschlossen. |
| 6 ON | FOTO auch beim Öffnen | Eine Unterbrechung des Lichtstrahls stoppt auch das Öffnen; im halbautomatischen/automatischen Betrieb wird die Bewegung nach Freigabe fortgesetzt. |
| 7 ON | Sanftanlauf | Verringert das Rucken beim Anlaufen. |
| 8 ON | Abbremsen | Bei der Einstellung von TL muss berücksichtigt werden, dass die Abbremsung etwa 50–70 cm vor dem Endschalter beginnt. Auch das Motordrehmoment wird reduziert; bei hohem Widerstand kann das Tor anhalten. |
| 9 / 10 | Elektrische Bremse | OFF/OFF = aus; OFF/ON = schwach; ON/OFF = mittel; ON/ON = stark. |
Werkseinstellung laut Anleitung: DIP 1 und 8 ON, alle übrigen OFF (halbautomatischer Betrieb mit Abbremsung). Nach einer Änderung von DIP 1–2 stets Geräte erneut einlesen. Bei der Verlangsamung beträgt die Geschwindigkeit etwa 30 % der Nenngeschwindigkeit; das Drehmoment wird um 70 % reduziert. Die Verlangsamung beginnt bei TL/2. Der Standardwert TL 90 s bedeutet, dass die Verlangsamung nach 45 s beginnt; prüfen Sie die Wirkung der Änderung beim nächsten Öffnen aus der Endposition.
| Trimmer | Einstellung | So prüfen Sie |
|---|---|---|
| TL | Maximale Öffnungs-/Schließzeit. | Führen Sie im halbautomatischen Betrieb einen vollständigen Öffnungs- und Schließvorgang durch. Lassen Sie 2–3 s Reserve. Reicht der Einstellbereich nicht aus, verwenden Sie die laut Steuerplatine vorgesehene Verlängerung TLM. Bei aktivierter Verlangsamung stellen Sie die Zeit auch entsprechend ihrem Beginn ein. |
| TP | Pausenzeit vor dem automatischen Schließen. | Aktivieren Sie den Automatikbetrieb, öffnen Sie das Tor vollständig und messen Sie die tatsächliche Pause bis zum Schließen. |
| F | Kraft / Motordrehmoment. | Bestätigen Sie die Einstellung durch Messung der Aufprallkräfte und eine Sicherheitsprüfung. Eine Erhöhung von F dient nicht dazu, einen mechanischen Fehler des Tors zu überwinden. |
Neuere Ausführung – Standby-Modus
Dieser Abschnitt gilt nur für die ROBO600-Ausführung mit Standby-Unterstützung. Für ältere Steuerplatinen ohne diese Funktion gilt dies nicht. Nach dem Einlesen der Geräte beträgt die standardmäßige Wartezeit 300 s; bei einer neuen oder vollständig gelöschten Steuerplatine beträgt sie vor dem Einlesen 600 s. Im Standby ist der Hilfsspannungsausgang nicht aktiv, was für die externe Steuerung wichtig ist.
- Drücken Sie kurz PROGRAM und lesen Sie die LED OK ab: 2 Blinksignale = Standby aktiv; 1 Blinksignal = inaktiv.
- Wählen Sie mit weiteren kurzen Betätigungen von PROGRAM den gewünschten Zustand aus.
- Halten Sie PROGRAM zum Speichern mindestens 5 s gedrückt, bis die LED OK wieder mit der normalen Frequenz von 1 Hz blinkt. Die Wartezeit wird vom Techniker über Oview oder ProView geändert, nicht mit diesem Tastenverfahren.
Integrierter Empfänger und Fernbedienungen
ROBO600 verfügt über einen integrierten Empfänger 433,92 MHz mit O-CODE-Codierung. Wählen Sie den Sender passend zur jeweiligen Steuerplatine aus; die gleiche Frequenz allein garantiert keine Kompatibilität. Programmieren Sie bei stillstehendem Tor.
Modus I – gesamte Fernbedienung einlernen
- Halten Sie die Taste RADIO/am Empfänger gedrückt, bis dessen LED aufleuchtet (etwa 4 s), und lassen Sie sie dann los.
- Halten Sie innerhalb von 10 s die gewünschte Taste der neuen Fernbedienung etwa 3 s gedrückt, bis der Empfänger das Einlernen durch dreimaliges Blinken bestätigt.
- Eine weitere Fernbedienung kann innerhalb der nächsten 10 s auf dieselbe Weise eingelernt werden; andernfalls warten Sie, bis der Modus beendet ist.
| Taste in Modus I | Zugewiesener Befehl |
|---|---|
| 1 | Schrittbetrieb |
| 2 | Teilöffnung für Fußgänger |
| 3 | Öffnen |
| 4 | Schließen |
Bei einer Ein- oder Zweitasten-Fernbedienung werden nur die jeweils ersten Tasten verwendet. Bei ROBO600 beträgt die Kapazität laut Anleitung bis zu 100 Fernbedienungen im Modus I.
Modus II – ein Befehl pro ausgewählter Taste
| Anzahl der Betätigungen von RADIO | Befehl |
|---|---|
| 1 | Schrittbetrieb |
| 2 | Teilöffnung |
| 3 | Öffnen |
| 4 | Schließen |
| 5 | Stopp |
Drücken Sie RADIO kurz so oft, wie es der Nummer des gewünschten Befehls entspricht. Die LED blinkt entsprechend oft. Halten Sie innerhalb von 10 s die gewünschte Taste der Fernbedienung etwa 3 s gedrückt, bis drei Blinksignale das Einlernen bestätigen. Wiederholen Sie den Vorgang für jede weitere Taste.
Fernbedienung mithilfe einer bereits funktionierenden Fernbedienung hinzufügen
Halten Sie in der Nähe des Empfängers, etwa 10–20 m entfernt, die Taste der neuen Fernbedienung mindestens 5 s gedrückt und lassen Sie sie los. Auf der alten Fernbedienung drücken Sie die entsprechende Taste 3-mal; drücken Sie anschließend einmal die Taste der neuen Fernbedienung. Die neue Fernbedienung übernimmt die Zuordnung der alten. In Modus I können Sie eine beliebige Taste der alten Fernbedienung verwenden, in Modus II die Taste mit dem gewünschten Befehl. Lassen Sie nur den Empfänger eingeschaltet, den Sie programmieren möchten.
Funkspeichersperre
Wenn das Einlernen oder Löschen nicht funktioniert, ist möglicherweise der Speicher gesperrt. Schalten Sie die Stromversorgung aus, halten Sie RADIO gedrückt und schalten Sie die Stromversorgung wieder ein. Lassen Sie die Taste RADIO nach etwa 5 s und zwei langsamen Blinksignalen der LED los. Wählen Sie innerhalb von 5 s durch kurzes Drücken von RADIO: LED aus = entsperrt, LED an = gesperrt. Fünf Sekunden nach dem letzten Tastendruck bestätigen zwei langsame Blinksignale den Abschluss.
Diagnose und häufige Störungen
| Anzeige | Bedeutung / Prüfschritte |
|---|---|
| OK: 1 grünes Blinksignal/s | Normaler Betrieb. |
| OK: 2 schnelle grüne Blinksignale | Zustandsänderung eines Eingangs, der Lichtschranken oder eines Funkbefehls. |
| OK: 1 rotes Blinksignal, Pause, erneut 1 | Geräte wurden nicht korrekt eingelesen oder DIP 1–2 wurde geändert. Prüfen Sie die Verdrahtung und lesen Sie die Geräte erneut ein. |
| OK: 2 rote Blinksignale | Lichtschranke ausgelöst. Prüfen Sie auf Hindernisse, die Ausrichtung von TX/RX und den NC-Kontakt. |
| OK: 4 rote Blinksignale | STOP aktiv. Prüfen Sie die Sicherheitseinrichtung und deren Verdrahtung. |
| OK: 5 rote Blinksignale | Fehler interner Parameter. Warten Sie mindestens 30 s; bleibt der Fehler bestehen, führt der Techniker ein Löschen und erneutes Einlesen durch. |
| OK: 7 rote Blinksignale | Fehler im internen Stromkreis oder DIP 1–2 wurde geändert. Prüfen Sie nach dem Trennen und Wiederherstellen der Stromversorgung die Verdrahtung; wiederholen Sie bei einer Änderung des Betriebsmodus das Einlesen. Ein anhaltender Fehler muss vom Kundendienst behoben werden. |
| OK: 8 rote Blinksignale | Ein Befehl bleibt aktiv. Lassen Sie die Taste los oder lösen Sie das dauerhaft angezogene Relais. |
| OK aus / leuchtet dauerhaft | Prüfen Sie die Stromversorgung und Sicherungen; eine dauerhaft fehlerhafte Anzeige kann auf einen Defekt der Steuerplatine hinweisen. |
| PHOTO / STOP leuchtet nicht | Der Sicherheitseingang gibt die Bewegung nicht frei. Überbrücken Sie ihn nicht; prüfen Sie die Einrichtung und das Einlesen. |
| Funk-LED: 1 / 6 / 8 schnelle Blinksignale | Fernbedienung bereits eingelernt / inkompatible Codierung / Speicher voll. |
Wenn der Motor nicht reagiert, prüfen Sie zuerst die Stromzufuhr, die Absicherung, den Zustand der Sicherheitseingänge und den Befehl. Bei umgekehrter Bewegungsrichtung korrigieren Sie die Richtung gemäß des beschriebenen Verfahrens. Bei ungewöhnlichen Geräuschen, Beschädigungen oder ruckartigem Lauf den Betrieb unterbrechen; die Kraft nicht als Ersatz für eine Reparatur erhöhen.
Speicher löschen
Alle Handsender löschen
Bei entsperrtem Speicher gedrückt halten RADIO, bis die LED aufleuchtet, erlischt und zu blinken beginnt. Die Taste während des 3. Blinkens loslassen. Fünf Blinksignale bestätigen das Löschen der Handsender. Alle gespeicherten Sender werden gelöscht. Halten Sie daher die Informationen für ihre erneute Programmierung bereit.
Steuerung und eingelernte Geräte zurücksetzen
- Bei stillstehendem Motor die Stromversorgung ausschalten.
- Gedrückt halten PROGRAM und die Stromversorgung wieder einschalten. Die Taste weiterhin gedrückt halten, bis die OK-LED aufleuchtet, erlischt und zu blinken beginnt.
- PROGRAM während des 3. Blinkens der OK-LED loslassen. Fünf Blinksignale bestätigen den Erfolg.
- Die Sicherheitsgeräte erneut einlernen und sämtliche Prüfungen vollständig durchführen. Dieses Verfahren löscht die Handsender nicht, sondern hebt die Speichersperre des Funkempfängers auf. Die Positionen der mechanischen DIP-Schalter und Trimmer werden nicht automatisch verändert.
Regelmäßige Kontrolle und Wartung
Lassen Sie die fachgerechte Wartung durchführen spätestens alle 6 Monate oder nach 20 000 Betriebszyklen, je nachdem, was zuerst eintritt. Bei intensivem Betrieb oder anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wird das Intervall im Wartungsplan angepasst.
- Nach dem Trennen der Stromversorgung Befestigungen, Korrosion, Kabel und das Eindringen von Wasser prüfen.
- Ritzel, Zahnstange, Führung und Anschläge auf Verschleiß und Spiel prüfen sowie den manuellen Lauf kontrollieren.
- Lichtschranken reinigen und die Entriegelung überprüfen. Nach dem Wiedereinschalten alle Sicherheitseinrichtungen, den Stopp und die Kräfte prüfen.
- Wartungsnachweis und Anleitung aufbewahren. Während der Bewegung nicht in den Durchfahrtsbereich treten; Handsender und fest installierte Bedienelemente vor Kindern schützen.
Technische Daten NICE ROBO600
| Stromversorgung von Motor und Steuerung | 230 V AC, 50/60 Hz |
|---|---|
| Nennleistungsaufnahme | 300 W |
| Nennmoment / Spitzendrehmoment | 9 / 18 Nm |
| Entsprechende Nennkraft / Spitzenkraft | 300 / 600 N; die Antriebskraft entspricht nicht dem Torgewicht |
| Leerlaufgeschwindigkeit / Geschwindigkeit bei Nenndrehmoment | 11 / 8,5 m/min |
| Zahnstange / Ritzel | Modul 4 / Z15, Teilkreisdurchmesser 60 mm |
| Max. Torgewicht | 600 kg |
| Max. Flügellänge / Durchfahrtsbreite dieses Sets | 8 m laut Anleitung / 6 m Durchfahrtsbreite bei diesem Angebot |
| Dauerbetrieb | Max. 4 Minuten; Zyklen je nach Flügellänge |
| Schutzart / elektrische Schutzklasse | IP44 / I – Schutzerdung |
| Temperatur | −20 bis +55 °C |
| Hilfsausgang | 24 V DC ±10 %, max. 100 mA |
| FLASH-Ausgang | 230 V AC, max. 60 W laut technischer Tabelle |
| Gewicht des Antriebs allein | 11 kg |
| Funk | 433,92 MHz, integrierter O-CODE-Empfänger |
Abmessungen und Montagefläche
Die Montagezeichnung des ROBO600 gibt die Gesamtabmessungen an: 340 × 220 × 303 mm (Höhe) und die Ritzelachse liegt 85 mm über der Grundplatte. Verwenden Sie für die Montage diese Zeichnung als Grundlage. Lassen Sie bei der Wahl des Montageorts genügend Platz zum Öffnen der Abdeckung, für den Zugang zum Schlüssel und für die sichere Bedienung der Entriegelung.
Bei der Auswahl des Sets helfen wir Ihnen gerne über Kontakt. Geben Sie die Länge und das Gewicht des Tors sowie die voraussichtliche Anzahl der Zyklen an. Bei einem Austausch fügen Sie bitte auch ein Foto des Typenschilds und der Steuerplatine bei.
Wie kann ich diese Ware bestellen?
Wählen Sie die für Sie passende Möglichkeit:
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