Backup und Verwaltung des NICE-Funkempfängers

In den Funkempfängern von NICE sind die Codes der mit ihnen gekoppelten Sender gespeichert. NICE unterscheidet im Hinblick auf die erweiterte Verwaltung vier grundlegende Empfängertypen:

  • integrierte Empfänger – der Empfänger ist fester Bestandteil der Steuerung, lässt sich aber nicht ohne Weiteres auslesen.
  • Steckempfänger – diese Empfänger lassen sich aus der Steuerung herausnehmen und in eine andere einsetzen oder anderweitig verwenden. Beispiele NICE SMXI, NICE OXI, NICE OXIBD.
  • externe Empfänger – über Kabel mit einem beliebigen Gerät verbunden. Das Gerät lässt sich über das NICE-Kabel erweitert verwalten CABLA06. Beispiele NICE SMX2R, NICE OX2.
  • Empfänger mit Speicherkarte – im Empfänger befindet sich eine Speicherkarte, die sich herausnehmen und in einen anderen Empfänger einsetzen oder anderweitig verwenden lässt. Beispiele NICE FLOX2R, FLOXI2R.

Der Speicher des Empfängers bzw. der Speicherkarte lässt sich sichern, alternativ kann direkt eine Kopie des Empfängers erstellt werden, in der dieselben Sender gespeichert sind. Die Sicherung ist am ehesten bei Steckempfängern und Empfängern mit Speicherkarte.

Praxisbeispiele

Sie haben ein Mehrfamilienhaus, in dem 100 Handsender mit einem Antrieb (Empfänger) gekoppelt sind.

Beschädigung des Empfängers – Empfänger sichern

Wird das Gerät beschädigt, müssten Sie die Handsender aller 100 Nutzer erneut einsammeln, mit einem neuen Empfänger koppeln und den jeweiligen Nutzern zurückgeben – ein recht zeitaufwendiger Vorgang. Haben Sie eine Sicherung des Empfängers erstellt, laden Sie diese auf einen neuen Empfänger und stecken ihn einfach in den Antrieb ein. Haben Sie einen Ersatzempfänger vorbereitet, tauschen Sie den Empfänger einfach aus.

Ein Mieter verliert seinen Handsender oder zieht aus, ohne ihn zurückzugeben.

Der Handsender könnte dadurch in die Hände einer Person gelangen, die keinen Zugang mehr zum Gelände haben sollte. Unter normalen Umständen können Sie den Handsender nicht löschen, da Sie ihn nicht zur Hand haben. Sie müssten entweder hinnehmen, dass eine unbefugte Person weiterhin Zugang hat, oder den gesamten Empfängerspeicher löschen und nur die Handsender neu programmieren, deren Nutzer zugangsberechtigt sind. Bei einer Anzahl von ca. 100 Stück ist das wohl kaum praktikabel oder realistisch. Wenn Sie jedoch alle Handsender im Voraus gekennzeichnet und über das System NICE OBOX im Empfängerspeicher hinterlegt haben, wer welchen Handsender erhalten hat, können Sie den betreffenden Code aus dem Empfängerspeicher löschen.

Ein neuer Nutzer benötigt einen neuen Handsender – Fernanlernen

Normalerweise würden Sie einen neuen Handsender nehmen, damit zum Antrieb bzw. zur Schranke gehen, den Antrieb bzw. die Schranke öffnen und den Handsender über die Taste am Empfänger anlernen. Anschließend würden Sie den Antrieb bzw. die Schranke wieder schließen und den Handsender übergeben. Mit dem System NICE OBOX schließen Sie das Gerät an einen Computer an und laden den geheimen, eindeutigen Empfängercode darauf. Anschließend können Sie den Handsender direkt über dieses Gerät mit dem Empfänger „koppeln“, ohne zur Schranke gehen zu müssen.

Hinweis: Für das Fernanlernen benötigen Sie Handsender mit O-Code-Codierung oder neuer (d. h. aus den Familien Era One und Era Inti, z. B. ON2E, ON4E, ON9E, INTI2 alle Farben, ON3EBD usw.).

So sichern Sie den Empfänger:

  1. Sie können die Sicherung selbst mit dem Gerät NICE OBOX oder NICE PROVIEW erstellen. Siehe technische Hinweise.
  2. Schicken Sie uns den Empfänger, und wir erstellen eine Kopie für Sie. Wir können Empfänger von nahezu allen NICE-Modellen sichern.

Technische Hinweise zur eigenständigen Verwaltung des Empfängers

Sie benötigen einen Computer und das Gerät NICE OBOX. Wenn Sie auch mit externen Empfängern z. B. NICE SMX2R, NICE OX2, arbeiten möchten, benötigen Sie außerdem das Kabel NICE CABLA06. NICE OBOX wird derzeit in der Version OBOX2B.

Das Gerät NICE OBOX verfügt über einen SM-Anschluss zum Einstecken eines Steckempfängers (z. B. SMXI, OXI, OXIBD, usw.) sowie über einen Steckplatz für eine Speicherkarte vom Typ BM (BM250, BM1000, usw.). Außerdem verfügt es über ein Lesegerät zum Auslesen der Codes von Handsendern.

Sie können also den Empfänger bzw. die Speicherkarte physisch aus dem Antrieb nehmen und in das Gerät OBOX.

einstecken. Anschließend können Sie alle Codes in eine Datei exportieren und später auf einen anderen Empfänger bzw. eine andere Speicherkarte laden. Bei Bedarf können Sie auch Codes aus mehreren Empfängern bzw. Speicherkarten in einem Empfänger bzw. auf einer Speicherkarte zusammenführen.

In OBOX können Sie eine Datei für Ihre Installation anlegen und Handsender direkt über das Gerät OBOX mit dem darin eingesteckten Empfänger koppeln. Wenn Sie die Handsender kennzeichnen und im System hinterlegen, welcher Handsender zu welchem Code gehört, können Sie einen Handsender später auch dann aus dem Empfängerspeicher löschen, wenn Sie ihn nicht physisch zur Hand haben.

Ein Nachteil des Systems ist, dass Sie den Empfänger physisch aus dem Antrieb herausnehmen müssen. Sinnvoll ist die Verwendung, wenn Sie zwei Empfänger haben: einen im Antrieb und einen am Verwaltungsstandort zusammen mit OBOX. Sie nehmen die Änderungen vor, laden sie auf den Empfänger und speichern sie auf dem Computer. Dann gehen Sie zum Antrieb, tauschen die Empfänger aus und bespielen den Empfänger aus dem Antrieb mit der Datei vom Computer. So merken die Nutzer kaum, dass ihre Handsender vorübergehend nicht funktionieren.

Wenn Sie sich entscheiden, den Empfänger über OBOXzu verwalten, empfiehlt es sich, den Empfängerspeicher zu sperren, sofern der Empfänger diese Funktion unterstützt.

So gelangen Sie an den in der Steuerung integrierten Empfänger

Wenn die Steuerung über einen BusT4-Anschluss oder IBT4Nverfügt, können Sie das Gerät OVIEW mit dem Bluetooth-Modul OVBT oder OVBTGSM und dieses OVIEW über Bluetooth mit dem OBOX verbinden.. Anschließend können Sie die Steuereinheit und den Empfänger über den Computer verwalten.

Alternativ können Sie auch NICE Pro-View.