Technische Anleitung NICE MC800 mit MCA5-Platine

Übersicht über alle drei Anleitungen · MC824HR30 · MC800 / MCA5 · Road RD400

Praktische Anleitung für NICE MC800 mit MCA5-Platine

Diese Anleitung ist bestimmt für MC800 mit Platine NICE MCA5: auf der Platine befindet sich der Ausgang OGI und die Taste Photo PRG. Es handelt sich um eine Generation, der NICE eine Anleitung für den Zeitraum bis 09/2025 zuordnet. Die neuere MC800R30 verfügt über einen anderen Ausgang, OutSTB, und einen Energiesparmodus; ihr Schaltplan lässt sich nicht einfach hierher übertragen.

Die MC800 steuert einen oder zwei kompatible 230-V-AC-Drehtorantriebe. Bei einem Torflügel wird M2 verwendet. Bei zwei Torflügeln öffnet M2 zuerst und M1 schließt zuerst. Mechanische Anschläge, Kondensatoren und gegebenenfalls Endschalter müssen zu den jeweiligen Antrieben passen.

Antriebe und Zubehör für MC800

Entscheidend sind der genaue Antriebstyp und seine Versorgungsspannung. Der Hersteller empfiehlt die MC800 beispielsweise für NICE HY7005; der ähnlich benannte HY7024 ist ein 24-V-Motor und wird mit einer anderen Steuerzentrale verwendet. Beim Austausch der ursprünglichen Steuerzentrale werden die Leitungen entsprechend der Funktion der Klemmen angeschlossen, nicht anhand ihrer ursprünglichen Nummer.

Position Bedeutung / Vorgehensweise
Relais-Lichtschranken NICE EPM – Versorgung von TX/RX und separater Sicherheitskontakt C–NC. Ein Beispiel finden Sie im folgenden Schaltplan.
BlueBUS-Lichtschranken NICE EPMB – Zweidrahtanschluss an 6–7, ohne Polarität. Der Anschluss von EPM und EPMB unterscheidet sich.
Warnleuchte NICE ELAC – Netzspannungsvariante mit integriertem Blinkgeber. FLASH an einer 230-V-Steuerzentrale ist kein Niederspannungsausgang.
Schlüsselschalter NICE EKS – potenzialfreier Kontakt C–NO für SbS, OPEN oder CLOSE.
Funksteuerung NICE OXIBD für den SM-Steckplatz und ein passender Handsender, zum Beispiel NICE ON3EBD. Die Kopplung richtet sich nach dem jeweiligen Empfänger.
Serviceeinstellungen NICE IBT4N + NICE OVIEW für den Zugriff über BusT4.

Prüfen Sie Motorgrenzwerte, Einschaltdauer und Kondensator in der Anleitung des ausgewählten Antriebs. Die Kapazität des BlueBUS-Systems wird in Belastungseinheiten berechnet; die Steuerzentrale unterstützt maximal 15 Einheiten, nicht automatisch 15 beliebige Geräte.

Verkabelung und Klemmenfunktionen

Stromkreis Kabel laut Hersteller
Netzanschluss 3 × 1,5 mm² bis 30 m; bei größerer Länge gibt der Hersteller 3 × 2,5 mm² und eine Erdung an der Automatisierung an. Die Auslegung von Schutz und Zuleitung muss der Installation entsprechen.
Jeder Motor 4 × 1,5 mm² bis 10 m, einschließlich Schutzleiter. Kondensator entsprechend dem jeweiligen Motor.
Warnleuchte FLASH 2 × 1,5 mm² bis 20 m, Isolierung für Netzspannung.
BlueBUS 2 × 0,5 mm² bis 20 m; bei 20–40 m 2 × 1 mm² verwenden.
Antenne Koaxialkabel RG58, maximal 20 m, empfohlene Länge unter 5 m.
Schlüsselschalter 2 Kabel mit je 2 × 0,5 mm² bis 50 m.
Elektrisches Schloss 2 × 1 mm² bis 10 m.
Position Bedeutung / Vorgehensweise
L / N / PE Zuleitung zur 230-V-Steuerzentrale und Schutzerdung. Schließen Sie PE gemäß den jeweiligen Anleitungen auch an die Motoren an.
M1 / M2 Drei Betriebsklemmen für jeden Motor: OPEN – COMMON – CLOSE, entsprechend dem Aufdruck auf der Platine; der Schutzleiter wird separat an PE angeschlossen. Ein einzelner Motor wird an M2 angeschlossen; M1 bleibt frei.
FLASH Geschaltete Netzspannung für eine selbstblinkende Warnleuchte, max. 21 W. Geeignet ist NICE ELAC; schließen Sie hier keine 12/24-V-Warnleuchte an.
1–2 / EL Elektrisches Schloss, 12 V AC, max. 15 VA.
3 / 4 3 = 0 V; 4 = COMMON, +24 V DC. Für die Versorgung von Zubehör zwischen 3–4 stehen insgesamt höchstens 200 mA zur Verfügung.
5 / OGI Anzeige für geöffnetes Tor, 24 V, max. 4 W. Diese Bezeichnung gehört zur älteren MCA5-Platine.
6–7 / BlueBUS Zwei Leitungen für BlueBUS-Versorgung und -Kommunikation; Parallelschaltung, ohne Polarität.
8 / AuxIn1 Öffnungsendschalter M1 oder PHOTO im Modus für Relais-Lichtschranken.
9 / AuxIn2 Öffnungsendschalter M2 oder PHOTO1 im Modus für Relais-Lichtschranken.
10 / AuxIn3 Schließendschalter M1 oder PHOTO2 im Modus für Relais-Lichtschranken.
11 / AuxIn4 Schließendschalter M2. Bei aktiviertem Modus für Relais-Lichtschranken werden die AUX-Eingänge nicht als Endschalter verwendet.
12 / STOP Sicherheitseingang für NO, NC oder 8,2 kΩ. Eine Abweichung vom eingelernten Zustand löst einen Stopp mit kurzer Rückbewegung aus.
13 / SbS Schrittbetrieb über einen potenzialfreien NO-Kontakt zwischen 4 und 13.
14 / OPEN Öffnen über einen NO-Kontakt zwischen 4 und 14.
15 / CLOSE Schließen über einen NO-Kontakt zwischen 4 und 15; die Funktion kann auf Teilöffnung geändert werden.

Legen Sie keine Fremdspannung an die Steuereingänge an. Beim Schalter NICE EKS werden verwendet. Nicht verwendete AUX-Eingänge je nach gewähltem Modus frei lassen; keine universellen Überbrückungen aller Sicherheitseingänge herstellen.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Tabellen 1–2 und Kapitel 4.2–4.3.

Anschlusspläne der Lichtschranken

Wählen Sie den Schaltplan entsprechend der Lichtschrankentechnik und der Verwendung des Fototests aus. TX und RX stehen für Sender und Empfänger. Die zwei TX/RX-Sets in den Originalabbildungen zeigen unterschiedliche Technologien; es müssen nicht beide installiert werden.

Relais-Lichtschranken ohne Fototest – Originalbeispiel

MC800 MCA5: Relais-Lichtschranken ohne Fototest, Originalabbildung 8

Original NICE, Abbildung 8. Die grauen TX/RX sind Relais-Lichtschranken, die weißen TX/RX sind BlueBUS. Der abgebildete Empfänger ist OXI; die Antenne OXIBD wird direkt an OXIBD angeschlossen. Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern.

Für ein Paar NICE EPM und die Funktion PHOTO bleibt die Grundlage der bestehenden Verdrahtung erhalten:

Bereich EPM-Anschluss bei 24 V DC
Versorgung TX MC800-Klemme 3 → TX-Klemme 2; MC800-Klemme 4 → TX-Klemme 1.
Versorgung RX MC800-Klemme 3 → RX-Klemme 2; MC800-Klemme 4 → RX-Klemme 1.
PHOTO-Kontakt RX-Klemme 4 (C) → MC800-Klemme 4; RX-Klemme 5 (NC) → MC800-Klemme 8. Die Verbindung von RX 4 mit RX 1 ist bei dieser Verdrahtung gleichbedeutend mit dem Anschluss von COMMON.
Einstellung Photo PRG gedrückt halten, bis LP aufleuchtet, dann die Geräte einlernen. Nicht verwendete AUX1–3 frei lassen.

Die Klemmenbezeichnungen von TX/RX gelten für die abgebildete Verdrahtung und den genannten EPM-Typ. Bei einem anderen Typ dessen Kennzeichnungen für Versorgung und C–NC verwenden. Bei Relais-Lichtschranken muss der passende Versorgungsspannungsbereich gewählt werden; die Anpassung für 12 V ist hier nicht relevant.

Relais-Lichtschranken mit Fototest

MC800 MCA5: Relais-Lichtschranken mit Fototest, Originalabbildung 9

Original NICE, Abbildung 9. Der Fototest des Relais-TX verwendet Ausgang 5 mit der Bezeichnung OGI. Die Klemmen 6–7 versorgen in der Abbildung separate BlueBUS-Geräte. Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern.

Schließen Sie entsprechend Abbildung 9 TX-Klemme 1 an MC800-Klemme 4 und TX-Klemme 2 an MC800-Klemme 5 an. RX wird weiterhin über die Klemmen 3–4 versorgt; sein C–NC-Kontakt wird an den ausgewählten PHOTO-Eingang angeschlossen. Ausgang 5 ist in dieser Verdrahtung für den Fototest belegt und kann nicht gleichzeitig für eine normale OGI-Kontrollleuchte verwendet werden. Führen Sie nach einer Änderung der Verdrahtung das Einlernen und die Funktionsprüfung erneut durch. Die Auswahl von Photo PRG allein ändert nicht die physische Versorgung des TX.

BlueBUS-Lichtschranken und separate Endschalter der Antriebe

MC800 MCA5: BlueBUS und separate Endschalter, Originalabbildung 7

Original NICE, Abbildung 7. Die AUX-Eingänge sind hier für Endschalter vorgesehen; die Funktion der Relais-Lichtschranken ist deaktiviert. Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern.

NICE EPMB mit zwei Leitern an 6–7 anschließen. Die Jumper von TX und RX eines Paares müssen dieselbe Adresse festlegen; ein weiteres Paar muss eine andere Adresse haben. FOTO/FOTO II schützt beim Schließen, FOTO1/FOTO1 II beim Öffnen und FOTO2/FOTO2 II beim Öffnen. Die Adresse FOTO3 ist nicht zulässig. Wählen Sie die genaue Jumperstellung anhand von Tabelle 3 des MC800-Handbuchs und der Anleitung der Lichtschranken aus.

Wenn AUX als Endschalter verwendet werden, muss LP erloschen sein. Verwenden Sie keine Kombination aus Relais-Lichtschranken an AUX und Endschaltern an denselben Eingängen. Führen Sie nach jedem Hinzufügen oder Entfernen eines Geräts das Einlernen erneut durch.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Abbildungen 7–9, Kapitel 4.4–4.6; EPM-Klemmen gemäß IS0261A00MM.

Vereinfachte Anleitung zur Erstinbetriebnahme

1. Mechanik, Verdrahtung und erste Inbetriebnahme

Prüfen Sie die Anschläge, die freie manuelle Bewegung der Flügel und die korrekte Verriegelung der Antriebe. Prüfen Sie M1/M2, PE, die Kondensatoren und die Sicherheitseingänge. Prüfen Sie vor dem Einlernen, ob die Krafteinstellung für den jeweiligen Antrieb geeignet ist: Stufe II, Parameter L6.

Nach dem Einschalten sollte BlueBUS ungefähr einmal pro Sekunde grün blinken und FLASH erloschen sein. Bei Abweichungen ist die Verdrahtung nach dem Trennen der Stromversorgung zu überprüfen. Ein vorbeugender Reset vor jeder Einstellung ist nicht erforderlich.

2. Lichtschrankenmodus auswählen

Halten Sie bei Relais-Lichtschranken an AUX1–3 Photo PRG, bis LP aufleuchtet. Wenn AUX als Endschalter verwendet werden, muss LP erloschen sein; zum Ausschalten Photo PRG erneut gedrückt halten. Bei reinen BlueBUS-Lichtschranken den Relaismodus nicht einschalten.

3. Angeschlossene Geräte einlernen

  1. Halten Sie gleichzeitig Open ▲ + Stop/Set.
  2. Lassen Sie los, wenn L1 und L2 schnell blinken, nach etwa 3 Sekunden.
  3. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. L1/L2 erlöschen und STOP sollte leuchten. L3/L4 können anschließend anzeigen, dass der Laufweg eingelernt werden muss.

Dieser Schritt wird auch bei einer Anlage ohne angeschlossene Geräte durchgeführt. Bei Relais-Lichtschranken muss deren Modus vor dem Einlernen eingeschaltet werden.

4. Endlagen automatisch einlernen

  1. Bringen Sie die entriegelten Flügel ungefähr in die Mitte des Laufwegs und verriegeln Sie die Antriebe wieder mechanisch gemäß den jeweiligen Anleitungen.
  2. Halten Sie Stop/Set + Close ▼ gedrückt und lassen Sie los, wenn L3/L4 schnell blinken, nach etwa 3 Sekunden.
  3. Prüfen Sie die Reihenfolge: Schließen M1, Schließen M2, Öffnen M2, Öffnen M1, Schließen M1 und Schließen M2.
  4. Nach Abschluss erlöschen L3/L4. Testen Sie die einzelnen Befehle Open und Close und prüfen Sie die Reihenfolge sowie die Verlangsamung der Flügel.

Wenn sich ein Flügel statt zu schließen öffnet: Brechen Sie den Einlernvorgang mit der Taste Open oder Close ab. Trennen Sie die Stromversorgung und prüfen Sie, dass die Anlage spannungsfrei ist. Vertauschen Sie am betreffenden Antrieb die beiden Richtungsleiter OPEN/CLOSE, also die äußeren Arbeitsleiter laut Schaltplan; der gemeinsame Leiter COMMON und PE bleiben unverändert. Bei 230 V AC handelt es sich nicht um eine Änderung der Polarität. Wiederholen Sie anschließend das Einlernen.

Eine Auslösung der Lichtschranke oder von STOP unterbricht den Einlernvorgang und L1 beginnt zu blinken. Beheben Sie die Ursache und starten Sie den Einlernvorgang erneut. Wenn die automatische Einstellung nicht geeignet ist, fahren Sie mit der manuellen Einstellung.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Kapitel 4.5–4.9.

Manuelle Einstellung der Endlagen

Die manuelle Einstellung erfolgt in zwei Phasen: zuerst die geschlossenen und geöffneten Endlagen, anschließend die Verlangsamungspunkte beim Schließen. Die Punkte A bei L5/L6 werden erst eingestellt, nachdem die geöffnete Position des jeweiligen Antriebs eingelernt wurde.

LED beim Einlernen Gespeicherte Position
L1 0 M1 – M1 vollständig geschlossen.
L2 0 M2 – M2 vollständig geschlossen.
L5 A M2 – Beginn der Verlangsamung von M2 beim Schließen.
L6 A M1 – Beginn der Verlangsamung von M1 beim Schließen.
L7 1 M2 – M2 vollständig geöffnet.
L8 1 M1 – vollständiges Öffnen von M1.

Erste Phase: Endlagen

  1. Stop/Set + Close gedrückt halten und bei schnellem Blinken von L3/L4 nach etwa 3 s loslassen. Sofort kurz Stop/Set drücken, damit wählen Sie die manuelle Einlernung.
  2. Bei L1 M1 durch Gedrückthalten von Open oder Close in die geschlossene Position fahren. Die Bewegung wird beendet, sobald die Taste losgelassen wird. Zum Speichern Stop/Set mindestens 3 s gedrückt halten und dann loslassen.
  3. Bei L2 die geschlossene Position von M2 auf dieselbe Weise speichern.
  4. Nun wird L5 ausgewählt. Mit kurzen Tastendrücken auf Open/Close über L5 und L6 zu L7 wechseln. Diese Verzögerungspunkte vorerst nicht speichern.
  5. Bei L7 die offene Position von M2 einstellen und speichern; bei L8 die offene Position von M1.
  6. Den Modus automatisch beenden lassen und einen sicheren Öffnungs- und Schließzyklus testen.

Zweite Phase: Verzögerungspunkte

Nach dem Einlernen der Endlagen die gemischte Einstellung aufrufen: Stop/Set + Close gedrückt halten und bei blinkender L1 loslassen. Mit kurzen Tastendrücken auf Open/Close L5 auswählen. Mit der Bewegung von M2 den Beginn der Verzögerung beim Schließen einstellen und mit Stop/Set mindestens 3 s speichern. L6 für M1 auf dieselbe Weise einstellen. Beim Start aus vollständig geöffneter Position erfolgt die Bewegung in Richtung Schließen.

Zwischen aufeinanderfolgenden Tastendrücken nicht länger als 10 s warten. Ein kurzer Druck auf Open/Close wählt die LED aus; durch Gedrückthalten wird der Motor bewegt. Bei einem Motor nur L2, L5 und L7verwenden; die übrigen Optionen überspringen.

Nach jeder Feinjustierung den gesamten Fahrweg, die gegenseitige Verzögerung der Flügel und die Sicherheit überprüfen. Eine allgemeine Verlängerung der Motorlaufzeit bis zum Anschlag ersetzt weder die korrekte Einstellung noch die Anleitung des jeweiligen Antriebs.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Tabelle 4 und Kapitel 4.8.2–4.8.3.

Programmierung von Funktionen und Parametern

In der ersten Ebene wird die Funktion ein- oder ausgeschaltet. In der zweiten Ebene wird ihr Wert ausgewählt. Dieselbe LED-Nummer bezeichnet daher nicht in beiden Ebenen dasselbe.

Ebene I – Ein- und Ausschalten

Stop/Set gedrückt halten, bis L1 blinkt, dann loslassen. Mit Open/Close eine LED auswählen und den Zustand mit einem kurzen Druck auf Stop/Set ändern: kurzes Aufleuchten = OFF, langes Aufleuchten = ON. Nach 10 s ohne Tastendruck wird die Programmierung beendet.

Option Bedeutung / Vorgehensweise
L1 – automatisches Schließen Nach dem Öffnen läuft die Pausenzeit ab, anschließend schließt das Tor.
L2 – Schließen nach Auslösen der Lichtschranke Bei aktiviertem automatischem Schließen wird die Pause nach Auslösen der Lichtschranken auf 5 s verkürzt. Auch bei ausgeschaltetem L1 kann das Auslösen der Lichtschranke ein automatisches Schließen nach der eingestellten Pause auslösen.
L3 – immer schließen Nach Wiederherstellung der Stromversorgung kann sich ein geöffnetes Tor selbstständig schließen; der Bewegung geht ein Warnblinken voraus.
L4 – kurzes Andrücken Vor dem Öffnen eines geschlossenen Tors wird eine kurze Schließbewegung ausgeführt, um das Lösen des Elektroschlosses zu erleichtern.
L5 – Zusatzbeleuchtung Ändert die Funktion von FLASH vom Warnblinker zur Beleuchtung. Die elektrischen Kenndaten des Ausgangs müssen zur angeschlossenen Last passen.
L6 – Vorwarnblinken Der Warnblinker signalisiert 3 s vor Bewegungsbeginn.
L7 – Teilöffnung Ändert den Eingang CLOSE in Partial Open 1.
L8 – Druckhaltung Nur für geeignete Hydraulikmotoren: Nach 4 h im geschlossenen Zustand wird der Druck durch einen kurzen Schließbefehl wiederhergestellt.

Ebene II – Einstellen des Werts

Stop/Set gedrückt halten, bis L1 blinkt, dann loslassen. Mit Open/Close den Parameter auswählen und anschließend Stop/Set erneut gedrückt halten. Nach etwa 3 s wird der Wert angezeigt. Stop/Set weiterhin gedrückt halten und mit Open/Close einen neuen Wert auswählen. Stop/Set loslassen und 10 s warten.

Option Bedeutung / Vorgehensweise
L1 – Pausenzeit L1–L8: 5 / 15 / 30 / 45 / 60 / 80 / 120 / 180 s. Werkseinstellung: 30 s.
L2 – Schrittbetrieb L1: Öffnen–Stopp–Schließen–Stopp. L2: Öffnen–Stopp–Schließen–Öffnen. L3: Öffnen–Schließen–Öffnen–Schließen. L4/L5: Mehrfamilienhausbetrieb; L6: Schrittbetrieb mit Teilöffnung; L7: Totmannbetrieb; L8: halbautomatisches Öffnen und Schließen im Totmannbetrieb. Die genauen Reaktionen auf OPEN/CLOSE unterscheiden sich in den erweiterten Modi; siehe Tabelle 6.
L3 – Öffnungsverzögerung L1–L8: 0 / 10 / 15 / 20 / 25 / 30 / 40 / 50 % der Laufzeit.
L4 – Schließverzögerung Dieselben Stufen: 0 / 10 / 15 / 20 / 25 / 30 / 40 / 50 % der Laufzeit.
L5 – Ausgleich der Laufzeiten L1–L8: 0 / 20 / 30 / 40 / 60 / 70 / 80 / 100 %. Eine niedrigere Auswahl verkürzt, eine höhere verlängert die Schließzeit; es handelt sich nicht um eine Krafteinstellung.
L6 – Motorkraft L1–L8: 25 / 35 / 45 / 55 / 65 / 75 / 85 / 100 %. Die Werte bezeichnen die elektrische Leistungsregelung, nicht eine gemessene Aufprallkraft.
L7 – Anlaufzeit L1–L8: 0 / 0,5 / 1 / 1,5 / 1,8 / 2 / 2,5 / 3 s.
L8 – Teilöffnung L1–L4: M2 auf ¼, ½, ¾ oder vollständig öffnen. L5–L8: beide Flügel auf ¼, ½, ¾ oder vollständig öffnen, bezogen auf die kleinere der für M1/M2 eingestellten Öffnungen.

Beispiel – Schließen nach 60 Sekunden: L1 in Ebene I einschalten. In Ebene II den Parameter L1 auswählen und den Wert L5 einstellen. Ist auch L2 aktiv, kann das Auslösen der Lichtschranken die Pause verkürzen.

Eine schwergängige Mechanik nicht durch Erhöhen der Kraft ausgleichen. Nach Änderungen an Kraft, Anlauf oder Zeitsteuerung müssen die Sicherheit des gesamten Tors überprüft und die erforderlichen Kraftmessungen durchgeführt werden.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Kapitel 6, Tabellen 5–6.

Funkfernbedienungen und Service-Programmiergeräte

Steckempfänger nur bei ausgeschalteter Stromversorgung einsetzen. Ein vorhandener SMXI oder OXI kann Teil einer geeigneten, funktionsfähigen Konfiguration bleiben; beim Hinzufügen von Fernbedienungen sind der genaue Empfängertyp und die verwendete Codierung zu beachten.

Für eine neue geeignete Konfiguration ist NICE OXIBD und beispielsweise NICE ON3EBD. Die Antenne des OXIBD wird direkt an die Klemmen des Empfängers angeschlossen. Ältere Originalschaltpläne mit OXI zeigen diese Anschlussart nicht. Das Antennenkoaxialkabel und die Netzversorgung des Warnblinkers sind zwei getrennte Stromkreise.

Beispiel für einen vorhandenen SMXI-Empfänger

Zum Speichern im Modus I die Taste des Empfängers mindestens 3 s gedrückt halten, bis dessen LED aufleuchtet, und dann loslassen. Innerhalb von 10 s die Taste der Fernbedienung mindestens 2 s gedrückt halten. Dreimaliges Blinken des Empfängers bestätigt die Speicherung. In diesem Modus wird die gesamte Fernbedienung gespeichert; wenn nur ein bestimmter Befehl gewünscht ist, wird der entsprechende Modus II verwendet.

Die Anleitungen für OXI, OXIBD und weitere Empfänger finden Sie in unserer Anleitung zum Koppeln von NICE-Fernbedienungen. Das SMXI-Verfahren nicht automatisch auf einen anderen Empfänger übertragen. Zum Hinzufügen einer Fernbedienung muss der Fahrweg des MC800 nicht zurückgesetzt werden.

Programmierung über BusT4

Das Originalhandbuch beschreibt NICE IBT4N und NICE OVIEW. Sie ermöglichen erweiterte Einstellungen und Diagnosen, beispielsweise die Wartungsmeldung OGI. Der vorhandene Verweis auf NICE BIDIWIFI bleibt für die Auswahl der mobilen Programmierung bestehen; Anschluss, Funktionen und Unterstützung der jeweiligen Revision anhand der Modulanleitung überprüfen.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Kapitel 8.1–8.2; Kopplung und Antenne abhängig vom eingesetzten Empfänger.

Diagnose, Sicherung und Reset

Bei einer Störung die Anzahl notieren der roten Blinksignale der BlueBUS-LED und weitere leuchtende oder blinkende LEDs. Die rote Blinkfolge wiederholt sich nach einer Pause von etwa einer Sekunde. Zwei schnelle grüne Blinksignale bei einem Befehl weisen auf eine normale Eingangsänderung hin.

LED BlueBUS Bedeutung und erste Prüfung
1 rotes Blinksignal Die BlueBUS-Geräte stimmen nicht mit der eingelernten Konfiguration überein. Verkabelung und Adressen prüfen; nach einer Änderung der Konfiguration den Einlernvorgang wiederholen.
2 Lichtschranke ausgelöst. Hindernis, Sauberkeit und Ausrichtung von TX/RX, Stromversorgung sowie den Kontakt bei Relaisanschluss prüfen.
4 STOP ausgelöst. Angeschlossenes Sicherheitsgerät und Verkabelung prüfen.
5 Fehler interner Parameter. Mindestens 30 s warten und einen Befehl ausführen. Bei wiederholtem Fehler ist eine Wartung erforderlich.
7 Elektrischer Fehler. Anschließend L1–L4 gemäß der nachstehenden Tabelle ablesen.
8 Ein dauerhaft aktiver Befehl blockiert die übrigen Befehle. Taster, Relais oder Zeitsteuerung prüfen.
9 Die Automatisierung wurde durch einen Befehl gesperrt; zum Entsperren den entsprechenden Befehl verwenden.
Element Bedeutung / Vorgehensweise
7 + L1 blinkt Motorschutz oder Motoren nicht angeschlossen.
7 + L2 blinkt Anomalie bei den eingelernten Endschaltern.
7 + L3 blinkt Endschalter sind vorhanden, wurden jedoch nicht eingelernt.
7 + L4 blinkt Allgemeine Anomalie; bleibt sie nach der Prüfung bestehen, ist eine Wartung erforderlich.
L1 + L2 blinken langsam Das Einlernen der Geräte ist nicht abgeschlossen.
L3 + L4 blinken langsam Die mechanischen Endlagen sind nicht eingelernt.
STOP leuchtet nicht Sicherheitseingang STOP und dessen eingelernten Status prüfen.
Auch BlueBUS leuchtet nicht Zuleitung und Sicherung prüfen; bei wiederholtem Fehler ist eine fachgerechte Diagnose erforderlich.

Die Tabelle für MC800 verwendet die Codes 1, 2, 4, 5, 7, 8 und 9. Codes und Encoderfehler der MC824H lassen sich nicht hierauf übertragen.

MC800-Sicherung mit gut lesbarer Kennzeichnung 5A F

Hauptsicherung 5 A, flinke Ausführung F. Beim Austausch auch die übrigen Kenndaten der Originalsicherung beachten. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Sicherung bei unterbrochener Stromversorgung prüfen. Vor dem Austausch die Ursache für das Durchbrennen ermitteln; eine höhere Stromstärke oder das Überbrücken ist keine Reparatur.

Wann sollte ein Reset durchgeführt werden?

Durch einen Reset werden die individuellen Einstellungen der Steuerung gelöscht. Nur dann verwenden, wenn bewusst auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden soll: Open + Close gedrückt halten, bis L1/L2 blinken, dann loslassen. Anschließend müssen die Eingänge erneut konfiguriert, die Geräte und der Fahrweg eingelernt und Prüfungen durchgeführt werden. Der Speicher des steckbaren Funkempfängers wird nach dessen eigenem Verfahren bearbeitet.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Kapitel 7, Tabellen 8–10; Reset in Kapitel 6.5.

Abschlussprüfungen und regelmäßige Wartung

  • Öffnen, Schließen und Stoppen mit jedem verwendeten Bedienelement prüfen.
  • Flügelfolge, Anschläge und Verlangsamung prüfen; die Flügel dürfen weder zusammenstoßen noch klemmen.
  • Jedes Lichtschrankenpaar und jedes STOP-Gerät einzeln testen, einschließlich der Reaktion während der Bewegung.
  • Krafteinstellung prüfen und die für die sichere Inbetriebnahme des jeweiligen Tors erforderlichen Messungen durchführen.
  • Dem Eigentümer das Verfahren zum manuellen Entriegeln der Antriebe, zur sicheren Nutzung und den Wartungsplan übergeben.

Die Funktion der Automatisierung ist mindestens alle 6 Monate zu prüfen, je nach Nutzung gegebenenfalls häufiger. Bei einem Stromausfall sind die Antriebe selbst gemäß ihrer jeweiligen Anleitung manuell zu entriegeln.

Für den Service die Kennzeichnung von Steuerung, Platine und Motoren, den Typ der Lichtschranken und des Empfängers, die Anzahl der roten BlueBUS-Blinksignale sowie ein Foto der Verkabelung bereithalten.

Quelle: Originalhandbuch NICE MC800 IDV0544A00EN, Kapitel 5 und 9.

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Übersicht über alle drei Anleitungen · MC824HR30 · MC800 / MCA5 · Road RD400

Quelle: NICE MC800, IDV0544A00EN, Revision 29. 8. 2018, für die Platine MCA5; dies ist keine Anleitung für die neuere MC800R30.