NICE Wingo WG4000 – Einzelantrieb für Drehtore mit einer Flügelbreite von bis zu 2 m und einem Flügelgewicht von bis zu 400 kg


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NICE Wingo WG4000 – Einzelantrieb für Drehtore mit einer Flügelbreite von bis zu 2 m und einem Flügelgewicht von bis zu 400 kg NICE Wingo WG4000 – Einzelantrieb für Drehtore mit einer Flügelbreite von bis zu 2 m und einem Flügelgewicht von bis zu 400 kg
NICE-WG4000
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Produktbeschreibung NICE Wingo WG4000 – Einzelantrieb für Drehtore mit einer Flügelbreite von bis zu 2 m und einem Flügelgewicht von bis zu 400 kg

NICE WINGO WG4000 ist ein separater elektromechanischer Antrieb für einen Torflügel an einem Einfamilienhaus. Er verfügt über einen Motor mit 230 V AC / 50 Hz, ein Schneckengetriebe und einen vormontierten mechanischen Öffnungsanschlag. Er ist selbsthemmend; bei einem Stromausfall lässt er sich mit einem Schlüssel entriegeln. Die Steuereinheit wird je nach Motoranzahl und Torausstattung separat ausgewählt.

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Antrieb auswählenSteuereinheit
LieferumfangSets
MontageKonsolen und Maße
AnschlägeEntriegelung
VerkabelungAnschluss und Polarität
ErstinbetriebnahmeEinstellungen und Steuerungen
ZubehörDiagnose
LebensdauerWartung
Technische DatenHandbuch PDF

Wann sollte man den NICE WINGO WG4000 wählen?

Der Antrieb ist für Drehtore an Wohnhäusern vorgesehen. Beurteilen Sie vor der Auswahl die Länge und das Gewicht eines Flügels, dessen Füllung, die Windlast, den Widerstand der Scharniere und den Platz für die Konsolen. Das Tor muss sich von Hand über den gesamten Bewegungsweg gleichmäßig bewegen lassen und darf sich nach dem Anhalten nicht von selbst in Bewegung setzen.

Maximale Flügellänge2 m; das zulässige Gewicht richtet sich nach dem Diagramm.
Maximales Flügelgewicht400 kg bei einem kürzeren Flügel, nicht automatisch bei der maximalen Länge.
Motor und Steuerung230-V-AC-Motor, separate Steuerzentrale; MC800 für einen oder zwei Motoren.
EinsatzbereichWohnbereich, bis zu 30 Zyklen/h bei Nennkraft und geeigneten Bedingungen. Ein Zyklus umfasst ein Öffnen und Schließen.

NICE WINGO WG4000 – Diagramm zum zulässigen Gewicht und zur Länge eines Torflügels

Die horizontale Achse zeigt die Länge in Metern, die vertikale das Gewicht in Kilogramm. Wählen Sie eine Kombination im grauen Bereich. Bei 2 m liegt die Grenze bei etwa 200 kg; 400 kg gelten für einen Flügel von etwa 1 m Länge. Die Punkte A und B zeigen eine zulässige und eine unzulässige Kombination, keine Montageabmessungen der Konsolen. Ein geschlossener Torflügel und starker Wind können die Eignung zusätzlich einschränken.

Lieferumfang des einzelnen Antriebs

Dieser Artikel umfasst einen WG4000-Motor, nicht einen kompletten Antrieb für ein zweiflügeliges Tor. Zum Motor gehören eine vordere Konsole, eine hintere Konsole mit Montageplatte, Befestigungsmaterial, Entriegelungsschlüssel und ein vormontierter Öffnungsanschlag. Die für das jeweilige Vierkantrohr oder die Mauer geeigneten Dübel werden je nach Untergrund ausgewählt.

WINGO – Motor, Konsolen, Befestigungsmaterial und Entriegelungsschlüssel

Steuerzentrale, Empfänger, Handsender, Lichtschranken und Signalleuchte wählen Sie separat oder als Teil eines passenden Sets aus. Ein fester Schließanschlag muss Bestandteil des Tores sein. Für zwei Torflügel benötigen Sie zwei Motoren.

Sets für einen oder zwei Torflügel

Alle aufgeführten Sets enthalten MC800, einen OXIBD-Empfänger und einen INTI2-Handsender. Das Basisset enthält keine Lichtschranken; die Ausführung mit Lichtschranken enthält ein Paar EPM, die Ausführung mit Zubehör zusätzlich eine Signalleuchte ELAC. Die Anzahl der Motoren entspricht der Anzahl der Torflügel.

TorSet
1-flügeligBasis
1-flügeligMit Zubehör
1-flügeligMit Lichtschranken
2-flügeligBasis
2-flügeligMit Zubehör
2-flügeligMit Lichtschranken

Auswahl der Steuereinheit

Aktuelle Steuerzentrale NICE MC800 / MCA5R30 steuert einen oder zwei 230-V-Motoren und ersetzt ältere Steuerzentralen für diese Konfigurationen. Für einen einzelnen Motor ist alternativ die NICE MC200 mit eigener Anschlussbelegung und eigenen Funktionen geeignet.

Ältere kompatible Steuerzentralen, die inzwischen ersetzt wurden: NICE Mindy A60, NICE A400, NICE-A6, NICE-A6F. Wenn Sie diese beibehalten, verwenden Sie die Anleitung der tatsächlich installierten Steuerplatine. Ältere Steuerplatine MCA5 und die neuere MCA5R30 unterscheiden sich bei Klemmen und Funktionen; die Bezeichnung MC800 allein lässt nicht auf die Generation schließen.

Die nachstehenden detaillierten Schritte gelten für MC800 mit Steuerplatine MCA5R30 und Ausgang OutSTB. Sie sind keine Anleitung zur Einstellung von A60, A6 oder MC200.

I. Montage der hinteren Konsole

Montage, Anschluss und Prüfungen müssen von einem qualifizierten Techniker durchgeführt werden. Trennen Sie vor den Arbeiten die Stromversorgung. Die Konsolen müssen sicher verankert sein, und der Antrieb muss ausreichend Platz für den gesamten Bewegungsablauf, das Öffnen der Abdeckung und die Entriegelung haben. Der Antrieb behebt weder ein hakendes noch ein falsch aufgehängtes Tor.

WINGO – typische Anordnung von Antrieben, Lichtschranken, Anschlägen und Steuerung

A Antriebe, B Lichtschranken, C Öffnungsanschläge, D Lichtschrankenpfosten, E Warnleuchte, F Bedienelement, G Steuergerät. Die konkreten Sicherheitseinrichtungen werden anhand der Risiken des Tores ausgewählt.

WINGO – Montagegeometrie A, B, C, D und E bei nach innen öffnendem Tor

NICE WINGO WG4000 – Montagegrafik zu A, B, C und Öffnungswinkel

  1. Messen Sie das Maß C, also den Abstand der Scharnierachse von der Montagefläche gemäß Zeichnung.
  2. Suchen Sie im Diagramm den gemessenen Wert C. Die waagerechte Linie gibt das Maß Ban; auf der empfohlenen Montagelinie r.i.l. / DIL lesen Sie den Öffnungswinkel ab.
  3. Ziehen Sie vom gewählten Punkt eine senkrechte Linie zur Achse A. A und B sollten ähnlich, idealerweise gleich groß sein.
  4. Falls der Öffnungswinkel nicht passt, wählen Sie eine andere zulässige A/B-Kombination. Verändern Sie die Maße nicht außerhalb des Diagrammbereichs.
  5. Prüfen Sie noch vor dem Verankern, ob die vordere Konsole an einem stabilen Teil des Torflügels angebracht werden kann und der Höhenunterschied der Konsolen F = 30 mm.

Kürzen Sie die hintere Konsole entsprechend dem benötigten Maß A/B und schweißen Sie sie an die Montageplatte; verankern Sie anschließend die Platte mit geeigneten Schrauben, Unterlegscheiben und Dübeln. Die mitgelieferte hintere Konsole ist 150 mm. Falls die Geometrie eine längere Konsole erfordert, verwenden Sie die verlängerte Konsole NICE PLA6; eine bloße Änderung ihrer Länge ersetzt nicht die Ermittlung anhand des Diagramms.

WINGO – Anpassen und Anschweißen der hinteren Konsole an die Montageplatte

Die vollständigen Maße der Befestigungskonsolen GAP02500 helfen dabei, den Platz für die Befestigung zu überprüfen. Prüfen Sie die Maße A/B/C entsprechend der Scharnierposition und dem Motormodell.

Öffnung nach außen

WINGO kann auch gemäß der folgenden Zeichnung für eine Öffnung nach außen montiert werden. Berücksichtigen Sie die verlängerte hintere Konsole PLA6 sowie die Platzverhältnisse außerhalb der Durchfahrt. Der Techniker muss die Richtung der Motorleitungen entsprechend dem Anschluss anpassen und die korrekte Reihenfolge der Torflügel erneut prüfen. Der gemeinsame Leiter und der Schutzleiter PE dürfen dabei nicht verwechselt werden.

WINGO – Montage mit nach außen öffnendem Torflügel

II. Vordere Konsole und Montageabmessungen

Für WG4000 gilt: D = 700 mm. Wählen Sie Maß E entsprechend A aus der Tabelle. D ist das in der Zeichnung angegebene Montagemaß; der Hub der Kolbenstange ist ein anderer Wert. Schweißen Sie die Konsole an einen stabilen Teil des Torflügels; alternativ kann sie mit NICE PLA8.

A (mm)E (mm)
100600
110590
120580
130570
140560
150550
160540
170530
180520
190510
200500
210490
220480
230470

Die vordere Befestigung am Torflügel liegt F = 30 mm tiefer als die hintere Befestigung am Pfosten, wie in der Abbildung dargestellt. Dies ist nicht die Neigung des gesamten Antriebs: Prüfen Sie die korrekte Montage mit einer Wasserwaage. Prüfen Sie vor dem Schweißen beide Antriebspositionen sowie, ob die Konsole am Torflügel erreichbar ist.

WINGO – Höhenunterschied der Konsolen F = 30 mm

III. Befestigung des Motors

  1. Befestigen Sie den Motor mit der mitgelieferten Schraube, Unterlegscheibe und Mutter an der hinteren Halterung. Ziehen Sie die Mutter fest und lösen Sie sie anschließend etwa um 1/10 Umdrehung, damit das erforderliche Mindestspiel erhalten bleibt.
  2. Befestigen Sie das Vorderteil mit den mitgelieferten Teilen an der Halterung und ziehen Sie es wie abgebildet fest.
  3. Prüfen Sie den gesamten Bewegungsweg von Hand auf Leichtgängigkeit und seitliche Belastung. Bringen Sie das Schild mit der Anleitung zur Entriegelung in der Nähe des Antriebs an.

WINGO – Schraube, Unterlegscheibe und Mutter der hinteren Befestigung

WINGO – Verbindung der vorderen Halterung mit dem Motor

IV. Einstellung des mechanischen Anschlags

Der vormontierte Anschlag legt die Öffnungsposition mechanisch fest; er ist kein elektrischer Endschalter. Sorgen Sie beim Schließen für einen festen Toranschlag. Bei MC800 sind mechanische Anschläge in beiden Bewegungsrichtungen erforderlich.

  1. Trennen Sie die Stromversorgung und entriegeln Sie den Motor.
  2. Lösen Sie die Schraube des mechanischen Anschlags.
  3. Öffnen Sie den Flügel von Hand bis zur gewünschten Position.
  4. Schieben Sie den Anschlag bis zum Zapfen und ziehen Sie die Schraube fest. Halten Sie das Maß 90 mm max. ein, das in der Detailansicht zur Anschlageinstellung angegeben ist. Dieses Maß ist nicht der Gesamthub des Motors; dieser beträgt beim WG4000 320 mm.
  5. Schließen Sie den Flügel von Hand und verriegeln Sie den Antrieb. Führen Sie anschließend den Lernvorgang und Prüfungen der gesamten Anlage durch.

WINGO – Einstellung des mechanischen Öffnungsanschlags

Manuelle Entriegelung bei Stromausfall

  1. Halten Sie das Tor an, trennen Sie die Stromversorgung und sichern Sie den Flügel gegen unbeabsichtigte Bewegung. Falls ein Elektroschloss vorhanden ist, entriegeln Sie es zuerst.
  2. Schieben Sie die Schutzabdeckung des Schlosses zur Seite, stecken Sie den Schlüssel ein und drehen Sie ihn im Uhrzeigersinn.
  3. Heben Sie den Entriegelungsgriff an und führen Sie seine Bewegung kontrolliert aus. Nun können Sie den Flügel von Hand bewegen.
  4. Klappen Sie vor dem Automatikbetrieb den Griff nach unten, drehen Sie den Schlüssel gegen den Uhrzeigersinn, ziehen Sie ihn ab und schließen Sie die Schutzabdeckung. Prüfen Sie, ob der Antrieb verriegelt ist.

WINGO – Entriegelung mit Schlüssel und durch Anheben des Griffs

Wenn das Tor der einzige Zugang zum Grundstück ist, planen Sie den Zugang zur Entriegelung bereits vor der Montage. Setzen Sie den Automatikbetrieb bei einer Störung nicht fort, ohne zuvor die Ursache zu ermitteln.

Verkabelung

Die folgenden Querschnitte und Längen gelten für eine Anlage mit MC800/MCA5R30. Trennen Sie Netz- und Motorkabel von den Niederspannungssignalen, schützen Sie sie vor Wasser und der Bewegung des Torflügels und sichern Sie sie in den Kabeldurchführungen. Die Zuleitung muss über eine geeignete Absicherung und eine vollständige Trennmöglichkeit verfügen.

StromkreisKabelLänge laut MC800
Zuleitung zur Steuerung3 × 1,5 mm²Bis 30 m; bei längerer Leitung 3 × 2,5 mm² und Schutzerdung der Automatisierung gemäß Anleitung.
Jeder 230-V-Motor4 × 1,5 mm²Bis 10 m einschließlich Schutzleiter PE.
Warnleuchte ELAC2 × 1,5 mm²Bis 20 m.
BlueBUS-Lichtschranken2 × 0,5 mm²Bis 20 m; bei über 20 bis 40 m 2 × 1 mm², ohne Polarität.
Schlüsselschalter2 Kabel 2 × 0,5 mm²Bis 50 m.
Elektroschloss2 × 1 mm²Bis 10 m.
AntenneRG58Bis 20 m, empfohlen werden weniger als 5 m.

Die Relais-Lichtschranken EPM benötigen sowohl eine Stromversorgung als auch einen Signalkontakt; die Anzahl der Adern richtet sich nach dem TX/RX-Schaltplan und der gewählten Testfunktion. Vollständige Verkabelung und Montage MC800.

Motoranschluss und Polarität des Zubehörs

WG4000 ist ein 230-V-AC-Motor. Er darf nicht an den 24-V-Motorausgang der MC424L oder MC824H angeschlossen werden. Schließen Sie die Motoradern für Öffnen / gemeinsam / Schließen und den Schutzleiter PE entsprechend den Kennzeichnungen am Motor und an der Steuerung an. Es handelt sich um einen Wechselstromkreis, nicht um eine +/−-Polarität. Der Motor verfügt weder über eine separate Encoderleitung noch über potentialfreie elektrische Endschalter.

WINGO – ursprüngliche Detailansicht des Motoranschlusses und der Kabeldurchführung

Bei einem Motor an MC800 verwenden Sie M2. Bei zwei Motoren öffnet M2 zuerst und M1 schließt zuerst. Zur Umkehr der Laufrichtung werden die beiden Richtungsadern des betreffenden Motors vertauscht; die gemeinsame Ader und PE bleiben an den dafür vorgesehenen Klemmen. Arbeiten an der Verdrahtung dürfen nur bei abgeschalteter Stromversorgung durchgeführt werden.

3 / 4 – Hilfsstromversorgung3 = 0 V (−), 4 = Common +24 V DC (+), insgesamt max. 200 mA.
5 / 3 – OutSTB5 = +24 V, 3 = −, geschaltete Stromversorgung für Lichtschranken, max. 4 W. Im Standby wird sie abgeschaltet; nicht mit der Klemme OGI älterer Platinen verwechseln.
6 / 7 – BlueBUSZweidraht-Stromversorgung und Datenübertragung; ohne +/−-Polarität.
FLASHSelbstblinkende Warnleuchte 230 V AC, max. 21 W, zum Beispiel ELAC. Die Niederspannungs-Warnleuchte ELDC darf nicht an diesen Ausgang angeschlossen werden.
1 / 2 – ELSElektroschloss 12 V AC, max. 15 VA; ohne DC-Polarität.
4 / 13 – SbSPotentialfreier NO Schrittkontakt; keine externe Spannung anlegen.
4 / 14, 4 / 15Potentialfreie NO Kontakte: Öffnen / Schließen.
4 / 12 – STOPEingelernter Sicherheitseingang NO, NC oder 8,2 kΩ, je nach Beschaltung der Schutzeinrichtung.
8 / 9 / 10 – AUXIm Modus für Relais-Fotozellen: PHOTO / PHOTO1 / PHOTO2, gemeinsamer Kontakt 4; LP leuchtet. Eingang 11 ist in diesem Modus STOP. Nicht verwendete AUX-Eingänge bleiben frei; keine universellen Überbrückungen einsetzen.

MC800 MCA5R30 – Klemmen, Tasten, LEDs und Empfängeranschluss

Auf der Platine befinden sich die Tasten Open ▲, Stop/Set und Close ▼, die LEDs L1–L8 und die Taste AUX PRG. Der Empfänger gehört in den SM-Anschluss. Detaillierte Belegung der einzelnen Klemmen.

Fotozellen, Test und Sicherheitskontaktleiste

MC800/MCA5R30 unterstützt sowohl Relais- als auch BlueBUS-Fotozellen, einschließlich kombinierter Beschaltung. Der AUX-Modus für Relais-Fotozellen schließt die Verwendung von AUX für elektrische Endschalter aus; bei WINGO werden diese nicht auf AUX herausgeführt. Die Stromversorgung von TX/RX muss dem Standby- oder Fotozellentest-Modus entsprechen.

MC800 MCA5R30 – Originalschaltplan für die Kombination von Relais- und BlueBUS-Fotozellen ohne Fotozellentest und ohne Standby

Der Schaltplan zeigt eine kombinierte Beschaltung ohne Fotozellentest, Standby ausgeschaltet. Verwenden Sie bei einem anderen Modus den dazugehörigen Schaltplan; es genügt nicht, nur eine Überbrückung umzusetzen. Für EPM bei Gleichstromversorgung gilt: TX/RX 1 = +, 2 = −; RX 4 = COM, 5 = NC. Der COM/NC-Kontakt wird zwischen 4 Common und dem ausgewählten PHOTO-Eingang 8, 9 oder 10. Relais-Fotozellen, Fotozellentest und Standby.

BlueBUS-Fotozellen mit zwei nicht polaritätsgebundenen Adern parallel anschließen. TX und RX eines Paares müssen dieselbe Adresse haben; die einzelnen Paare müssen unterschiedliche Adressen haben. Nach einer Änderung der Beschaltung die Geräte neu einlernen. Adressierung und Reaktionen der BlueBUS-Fotozellen.

Bei einer Automatisierung mit MC800 sind sensible Sicherheitskontaktleisten erforderlich. Typ und Position legt der Monteur entsprechend den Quetschstellen und den Prüfergebnissen fest. Fotozellen schützen nur den Bereich, den sie tatsächlich überwachen. Anschluss der Sicherheitseinrichtungen an STOP.

Erste Inbetriebnahme mit MC800 / MCA5R30

Vor dem Einschalten festen Sitz, gesicherte Entriegelung, Anschläge, Führungen, Motordrehrichtung, Zuordnung M1/M2 und alle Schutzeinrichtungen prüfen. Bei der ersten Bewegung muss der Torbereich frei sein und der Techniker bereitstehen, um die Bewegung anzuhalten.

  1. Nach dem Einschalten sollte BlueBUS ungefähr einmal pro Sekunde blinken; die LEDs der angeschlossenen BlueBUS-TX/RX sollten blinken und FLASH sollte erloschen sein. Beheben Sie zuerst den Verdrahtungsfehler, falls diese Bedingungen nicht erfüllt sind.
  2. Geräteerkennung: halten Sie Open ▲ + Stop/Set gedrückt und lassen Sie los, sobald L1/L2 schnell zu blinken beginnen, nach etwa 3 s. Bei erfolgreicher Erkennung leuchtet STOP und L1/L2 erlöschen. Führen Sie den Vorgang auch ohne angeschlossenes Zubehör durch.
  3. Automatisches Einlernen der Positionen: halten Sie Stop/Set + Close ▼ gedrückt und lassen Sie los, sobald L3/L4 schnell blinken, nach etwa 3 s. Es folgen das Schließen von M1, das Schließen von M2, das Öffnen von M2, das Öffnen von M1 sowie das Schließen von M1 und M2 bis zu den jeweiligen Anschlägen. Bei einem Motor ist nur M2 in Betrieb.
  4. Öffnet der Motor statt zunächst zu schließen, brechen Sie den Einlernvorgang mit der Taste Open oder Close. Trennen Sie die Stromversorgung, korrigieren Sie die Drehrichtung und wiederholen Sie den Einlernvorgang von Anfang an. Bei einem zweiflügeligen Tor mit umgekehrter Flügelreihenfolge korrigieren Sie die Zuordnung M1/M2. Lassen Sie den einzelnen Motor an M2; bei falscher Drehrichtung korrigieren Sie nur seine Drehrichtungsleitungen.
  5. Das erfolgreiche Einlernen der Positionen wird dadurch bestätigt, dass L3/L4 erlöschen. Eine Auslösung der Fotozelle oder von STOP unterbricht den Einlernvorgang; beheben Sie die Ursache und wiederholen Sie den gesamten Ablauf.
  6. Prüfen Sie wiederholtes Öffnen, Schließen und Anhalten, jedes Sicherheitselement, die Überlappung der Flügel und die Entriegelung; messen Sie außerdem die Kräfte der gesamten Anlage. Nehmen Sie nur ein erfolgreich geprüftes Tor in Betrieb.

Bei der Prüfung des WINGO-Antriebs allein muss eine manuelle Bewegung mit einer Kraft von höchstens 390 N. Dies ist der obere Prüfgrenzwert, kein Richtwert für ein schwergängiges Tor und keine Einstellung der Aufprallkraft. Die Kräfte während des automatischen Betriebs beurteilt der Techniker durch eine separate Messung.

Einstellungen und Bedienelemente

Ein einzelner Antrieb verfügt weder über Programmiertasten noch über einen Funkempfänger. Kraft, Pause, automatisches Schließen, Verlangsamung und Flügelverzögerung werden an der installierten Steuerung eingestellt. Wiederholen Sie nach einer Änderung der Sicherheitsparameter die Prüfungen. WINGO ist elektromechanisch; aktivieren Sie dafür nicht die Druckhaltung von Hydraulikmotoren.

Programmierung und Tabellen der MC800 · Manuelles und gemischtes Einlernen der Positionen

Für die Kopplung eines Handsenders sind der konkrete Empfänger und die gespeicherte Codierung maßgeblich, nicht nur die Frequenz. Die aktuellen Sets enthalten OXIBD und INTI2. Der bidirektionale ON3EBD benötigt einen unterstützten OXIBD; ON3ELR gehört zu OXILR. Schließen Sie die externe OXIBD-Antenne gemäß ihrer Anleitung direkt am Empfänger an und nicht automatisch am Antenneneingang der Basisplatine aus einem älteren Schaltplan.

Handsender koppeln und löschen

Was bei Problemen zu prüfen ist

SymptomWas zu prüfen ist
Motor bewegt sich nichtStromversorgung, gesicherte Entriegelung, STOP und Fotozellen. Sicherungen und Stromkreise prüft der Techniker bei abgeschalteter Stromversorgung.
Motor läuft, Torflügel bewegt sich nichtGesicherte Entriegelung, Verbindung der Konsolen und mechanische Schäden.
Torflügel bleibt stehen oder fährt zurückZuerst den manuellen Lauf, Scharniere, Anschläge und Hindernisse prüfen; danach Fotozellen und Sicherheitseinstellungen. Erhöhen Sie die Kraft nicht, bevor die Ursache ermittelt wurde.
Falsche Drehrichtung oder ReihenfolgeDrehrichtungsleitungen und bei zwei Motoren auch die Zuordnung M1/M2. Ein einzelner Motor bleibt an M2; der gemeinsame Leiter und PE werden nicht vertauscht.
Handsender reagiert nicht, Taste schonBatterie, Kompatibilität, Einlernen des Handsenders und Empfängerantenne.
Fehler nach ZubehörwechselBeschaltung, Stromversorgung, AUX- oder BlueBUS-Adressen und erneute Geräteerkennung.

Anzahl der Blinksignale und Fehlerbehebung: MC800-Diagnose. Das Zurücksetzen der Steuerung, das Löschen des Empfängers und das Einlernen der Positionen sind unterschiedliche Vorgänge. Notieren Sie vor dem Zurücksetzen die Einstellungen und halten Sie sich an die Anleitung Ihrer Platine.

Kompatibles Zubehör

Wählen Sie das Zubehör entsprechend der tatsächlich verbauten Steuerung, ihrer Ausgänge und des installierten Empfängers aus.

Was Warum Typ
Steuerzentrale Steuerung eines oder zweier Motoren, je nach gewähltem Modell.MC800 / MCA5R30; MC200 für einen Motor. Ältere MCA5 ist eine abweichende Serviceversion.
Warnleuchte Warnt vor Bewegung. Die Spannung muss zum Ausgang der Steuerzentrale passen.ELAC für MC800 FLASH 230 V AC. Auswahl an Warnleuchten je nach Stromversorgung und Funktion des Ausgangs.
Lichtschranken Überwachen den ausgewählten Torbereich. MC800/MCA5R30 ermöglicht die Kombination von Relais- und BlueBUS-Lichtschranken gemäß Schaltplan.EPM, EPMOR, EPMA – Relais.
EPMB, EPLB, EPSB, EPMORB, EPMOB, F210B – BlueBUS.
EPMOW benötigt die Schnittstelle IBW. FT210B ist kein üblicher Ersatz für Lichtschranken an der MC800; die Kompatibilität des Schaltleistenschutzes muss separat geprüft werden. Anschluss.
Handsender Für die Fernbedienung des Tors.
Empfänger Wählen Sie den Funkempfänger passend zur Codierung der Handsender. Für die Smart-Steuerung sind eine konkrete kompatible Schnittstelle und eine passende Stromversorgung erforderlich.Funk-Einsteckempfänger: OXIBD, OXI, OXILR.
BIDI-WIFI und BiDi-ZWave je nach Kompatibilität und Belegung des Steckplatzes. Kabelgebundene WLAN-Empfänger, zum Beispiel Zamel mit SUPLA, werden über einen potenzialfreien Kontakt angeschlossen; ihre Stromversorgung muss den Angaben des Moduls entsprechen.
GSM-Module Wählen Sie ein Modell mit passender Stromversorgung und potenzialfreiem Schließerausgang (NO). Bei höherer Leistungsaufnahme verwenden Sie ein separates Netzteil.
Antenne Verbessert den Empfang des passenden Empfängers; beachten Sie dessen Anschlussplan.ABFKIT oder eine Antenne für die passende Warnleuchte. ELDC hat eine Antenne, aber seine Niedervoltleuchte darf nicht an 230 V angeschlossen werden. FLASH MC800. Bei OXIBD wird das Koaxialkabel direkt an den Empfänger angeschlossen.
Tastatur Steuerung des Tors über einen passenden Empfänger oder eine Decoderschnittstelle; das Datenelement allein ist kein direkter NO-Kontakt.
Schlüsselschalter

Zur Steuerung des Tors mit einem Schlüssel über einen Schalter, der per Kabel an beliebiger Stelle mit dem Antrieb verbunden ist.

  • Aufputzmontage, mit einfachem Zylinder EKS
  • Aufputzmontage, mit europäischem Zylinder, EKSEU
  • Unterputzmontage, mit einfachem Zylinder EKSI
  • Unterputzmontage, mit europäischem Zylinder EKSIEU
Kartenleser Steuerung des Tors über einen passenden Empfänger oder eine Decoderschnittstelle; das Datenelement allein ist kein direkter NO-Kontakt.
  • ERA Transponder Reader ETPB
Elektroschlösser Zusätzliche Verriegelung des Torflügels je nach Konstruktion und Belastung; bei MC800 Ausgang ELS 12 V AC / 15 VA.Horizontal PLA11 oder vertikal PLA10. Entriegeln Sie vor der manuellen Bewegung auch das Schloss.

Richtwert für die Lebensdauer

Addieren Sie den passenden Gewichts- und Längenindex und berücksichtigen Sie weitere Einflussfaktoren. Verwenden Sie in jeder Gewichts- oder Längengruppe nur eine passende Zeile. Ermitteln Sie anhand des Gesamtprozentsatzes im Diagramm die ungefähre Anzahl der Zyklen.

EinflussfaktorIndex
Gewicht des Torflügelsüber 100–200 kg → 10 %
über 200–300 kg → 20 %
über 300–400 kg → 30 %
Länge des Torflügels1–2 m → 20 %
Temperatur / FeuchtigkeitÜber +40 °C oder unter 0 °C bzw. bei einer Luftfeuchtigkeit über 80 % → 20 %
Geschlossener Torflügel15 %
Windiger Standort15 %

WINGO – ungefähre Anzahl der Zyklen nach Summe der Belastungsindizes

Das Diagramm liefert bei regelmäßiger Wartung einen Schätzwert und garantiert weder eine bestimmte Anzahl von Jahren noch von Zyklen. Es kann das Diagramm zu den zulässigen Gewichten und Längen des Torflügels nicht ersetzen. Der Monteur beurteilt die Betriebsbelastung und die Sicherheitsanforderungen für das gesamte Tor.

Wartung und sichere Verwendung

Spätestens alle 6 Monate sollten Befestigungen, Halterungen, Scharniere, Verschleiß, Korrosion, die Schmierung der Schnecke, Anschläge, Entriegelung und Verkabelung überprüft werden. Der Techniker prüft nach der Wartung erneut die Bewegungsabläufe und alle Schutzeinrichtungen. Bei intensiver Nutzung legen Sie das Intervall entsprechend dem Betrieb fest.

Berühren Sie während der Bewegung weder den Motor noch den Torflügel und gehen Sie erst hindurch, wenn das Tor vollständig geöffnet ist und stillsteht. Kinder dürfen weder am Tor noch mit den Fernbedienungen spielen. Verfügt das Tor über eine Schlupftür, muss deren Öffnung den Start der Automatisierung verhindern. Entfernen Sie regelmäßig Hindernisse und reinigen Sie die Abdeckungen der Lichtschranken. Trennen Sie bei ungewöhnlichen Geräuschen, Beschädigungen oder selbstständiger Bewegung die Stromversorgung und lassen Sie das Tor reparieren.

Technische Daten NICE WINGO WG4000

TypElektromechanischer, irreversibler Antrieb für einen Torflügel, ohne integrierte Steuerung.
Motorspannungsversorgung230 V AC / 50 Hz
Maximaler / Nennstrom1,5 A / 0,5 A
Maximale / Nennleistungsaufnahme200 W / 130 W
Hub320 mm
Leerlaufgeschwindigkeit0,016 m/s
Maximale / Nennkraft1 500 N / 500 N
Zyklen pro Stunde30 bei Nennkraft; der Wert hängt von den Installationsbedingungen ab.
SchutzartIP44
Betriebstemperatur−20 bis +50 °C
IsolationsklasseF
Abmessungen770 × 98 × 95 mm (Länge × Breite × Höhe)
Motorgewicht6 kg
Mechanischer AnschlagVormontierter Öffnungsanschlag; zum Schließen ist ein fester Toranschlag erforderlich.

NICE WINGO WG4000 – Motormaße und Hub

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